GAUFF Stiftung

Wasserversorgung für die Region Rwenzori in Uganda

Ländliche Wasserversorgung ist in Teilen Afrikas häufig ein Problem, da das Wasser nicht dort ist, wo es gebraucht wird und für Pumpen enorme Mengen an nicht vorhandener Energiebenötigt werden. Doch es geht auch ohne Elektrizität: bereits im Jahr 1797 wurde in Frankreich das Patent für eine wassergetriebene Pumpe, den Hydraulischen Widder oder „Wasserwidder“, erteilt.


Ein Wasserwidder nutzt den sog. Staudruckeffekt, um einen Teil des Wassers mit dem er angetrieben wird, abzupumpen. Diese Technik hat man fast vergessen, da ab Mitte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr elektrische Wasserpumpen eingesetzt wurden. Dennoch sind bis heute in der Landwirtschaft oder auf entlegenen Berghütten Wasserwidder „stromlos“ im Einsatz und das teilweise ununterbrochen seit über 100 Jahren. Ein unschätzbarer Vorteil eines Wasserwidders ist somit, dass er über Jahrzehnte zuverlässig und nahezu wartungsfrei funktioniert.

Mit ihrem Kooperationspartner, dem Rwenzori e.V., realisiert die GAUFF Stiftung im Westen von Uganda verschiedene Projekte mit dem Ziel, die Region zu entwickeln und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Unter diesem Aspekt plant der Verein mit unserer Hilfe eine Pilotanlage mit zwei Wasserwiddern in der Region Rwenzori zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Bewährt sich diese Anlage, sollen mittelfristig weitere Widder folgen, um die Wasserversorgung der Menschen in der Region nachhaltig zu verbessern. Mit modernen Widdern können bis zu 15.000 Liter Wasser am Tag über mehrere hundert Höhenmeter gefördert werden.

Die GAUFF Stiftung unterstützt das Pilot-Projekt mit € 10.000,-- für den Kauf, Transport und Installation der zwei Wasserwidder. So wird nicht nur dieser alten aber bewährten und nahezu unverwüstlichen Technik zu einer Renaissance verholfen, sondern auch die Wasserversorgung der Menschen in der Region Rwenzori dauerhaft verbessert.